Die Herstellung von ADI
Der Werkstoff ADI erhält durch eine spezielle Wärmebehandlung seine Festigkeit. Diese Wärmebehandlung ist hier schematisch dargestellt:
A-B: Aufheizphase auf 840 – 950°C
B-C: Austenitisierungsphase-Haltephase zur Kohlenstoffsättigung des Austenits
C-D: schneller Transfer ins Salzbad
D-H: Ausferritisieren durch isothermes Halten zwischen 250 - 400° Celsius
nach H: Abkühlung auf Raumtemperatur
Das folgende Diagramm zeigt die Abhängigkeit der Durchhärtbarkeit des Werkstoffs im Temperatur – Zeit Diagramm:
Durch das Legieren mit Cu, Ni und Mo lässt sich bei dickeren Bauteilen die Abkühlungszeit verlängern, und somit die Perlitnase nach rechts verschieben!
Für eine ausreichende Haltezeit im Bereich des Ausferrits muß gesorgt sein, damit der Austenit
sich stabilisieren kann.
Anforderungen zur sicheren Herstellung von Gussteilen aus ADI:
- Die Legierungszusammensetzung muss auf die Abschreckbedingungen in der Härterei abgestimmt sein – hierbei ist die Kompetenz der Glüherei und seine Prozessbeherrschung als erste Priorität zu sehen!
- Maßgeblich für die Festlegung der Härteparameter (z.B. die Dauer) ist immer der am langsamsten abkühlende Bereich eines Bauteils. Achtung: Meistens, aber nicht immer, auch der dickste Bereich!
- Der separate Probestab ist nur eingeschränkt aussagefähig! Der Nachweis für Gefüge und Eigenschaften (z. B. Festigkeit u. Dehnung) sollten am Bauteil erfolgen!
- Der Gießer muss seine vorgegebenen Analysen sehr genau einhalten!










