Das Bearbeiten von ADI
Die drei verschiedenen Möglichkeiten:Endbearbeitung vor dem Vergüten
Einfachste Methode, die aufgrund der Volumenzunahme bei der Wärmebehandlung aber nicht immer durchgeführt werden kann. Zum Beispiel können selbst Feingewinde oder Passungen bis H7 vor dem Härten gefertigt werden. Es ist aber zu empfehlen, vorab Versuche zu fahren, denn die Reproduzierbarkeit dieser Versuchsergebnisse ist sehr hoch!
Komplette Bearbeitung nach dem Vergüten
Ist die am häufigsten durchgeführte Methode. Hierbei muß sich der Bearbeiter auf den Werkstoff einstellen. Bei den Sorten ADI 800-8 und ADI 1000-5 ist das Bearbeiten meist einfacher als bei z.B. EN-GJS-600-3, da der ADI eine nicht so hohe Härtestreuung aufweist und er sich so gleichmäßiger bearbeiten lässt. Bei den höher legierten, härteren Sorten sollten Keramikschneidwerkzeuge zum Einsatz kommen.
Vorbearbeitung vor dem Vergüten mit anschließender Endbearbeitung
Methode wird hauptsächlich bei den hochlegierten Qualitäten angewendet, denn hier ist es wirtschaftlicher auf zwei Bearbeitungsschritte zurückzugreifen, da die Standzeiten der Werkstoffe zurückgehen.
ADI hochfest und zäh
- hohe Energieaufnahme des Werkstoffs
- starke Erwärmung
- hohe mechanische und thermische Werkzeugbelastung
- relativ hoher Werkzeugverschleiß

Ergebnisse umfangreicher Untersuchungen
- der Werkstoff ADI ist bearbeitbar!
- Werkzeuggeometrie und Bearbeitungsparameter müssen angepasst werden!
- ADI verlangt zähere Schneidwerkstoffe im Vergleich zu GJS
- die optimale Schnittgeschwindigkeit zum Drehen von ADI liegt unter 200 m/min!










